Bestimmen Sie den realen Auslastungsgrad

zur optimalen Auslegung Ihres Antriebs

Bestimmen Sie den Auslastungsgrad

Schon des Öfteren haben wir die korrekte Auslegung des Antriebsstrangs und speziell der Gelenkwelle thematisiert. Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen nun eine Methodik vorstellen, die Sie bei der Wahl Ihrer Gelenkwelle unterstützt.

Ein häufiges Problem unserer Kunden ist die fehlende Kenntnis über den Grad der Auslastung und der damit einhergehenden erwartbaren Lebensdauer der Komponenten bzw. Gelenkwelle des Antriebssystems unter realen Betriebsbedingungen. Geschätzte Daten, die einer Gelenkwellenauslegung zu Grunde liegen, können dazu führen, dass Komponenten des Systems über- oder unterdimensioniert eingesetzt werden und somit ineffizient arbeiten und vorzeitig ausfallen – eine schwierige Situation in einer laufenden Produktion.

Die Analyse der Auslastung ist daher eine Methodik, die mittels geeigneter Sensoren, die wahren Belastungen im Realbetrieb erfasst, um festzustellen, ob Antriebsstränge richtig dimensioniert sind bzw. dimensioniert werden können und um eine Vorhersage der voraussichtlichen Lebensdauer treffen zu können.

Wie genau geht man bei der Erfassung des Auslastungsgrads vor?

Unsere Experten von Off-Highway Powertrain Services arbeiten hierbei mit Messsystemen die sie direkt an die Gelenkwelle applizieren und machen dadurch den Auslastungsgrad des Systems im realen Betrieb verfügbar und deutlich. Insbesondere die Kenntnis von Torsionsschwingungen und stoßartigen Drehmomentspitzen, die während des Betriebs auftreten können, sind essenziell zur betriebsfesten Auslegung einer Komponente.

Es handelt sich hierbei um Sensoren zur Erfassung des Drehmoments, Drehzahl und um ein möglichst umfassendes Bild über die Belastungen zu erhalten. Anhand der erfassten Beanspruchungen und des erforderlichen Lastkollektivs lässt sich dann die Lebenszeit der einzelnen Komponenten konkret bestimmen und eine entsprechende Risikobewertung vornehmen.

Worin liegen die Vorteile der Bestimmung des Auslastungsgrads gegenüber Drehmoment- oder Hot-Spot-Analysen?

Viele herkömmliche, im Einsatz befindliche Messmethodiken untersuchen Symptome, die bereits aufgetreten sind. Ein gutes Beispiel dafür sind Schwingungsmessungen, die zumeist erst dann durchgeführt werden, wenn ungewöhnliche Geräusche durch Schwingungen entstehen. Die grundlegende Bestimmung des realen Auslastungsgrads des Antriebs greift hier vor und erlaubt eine Analyse noch ganz zu Beginn des Betriebs oder bereits während der Entwicklungsphase von Maschinen, wenn Designänderungen am Antriebsstrang noch möglich sind. Aber auch in einer späteren Phase des Maschinenlebenszyklus ergibt es Sinn, die tatsächlichen und realen Anforderungen an Komponenten zu erfassen und gegebenenfalls zu optimieren, um außerplanmäßigen Schäden und Maschinenstopps vorzubeugen.

Auslastungsgrads gegenüber Drehmoment- oder Hot-Spot-Analysen